Elend klopft an die Tür, seine Botschaft kündet: dein Herr ist wachsam, er ruft durch das Dunkel der Nacht dich zum Stelldichein.

Den Himmel verhängen Wolken; der Regen ist endlos. Ich weiß nicht, was in mir sich regt, weiß nicht seinen Sinn.

Ein Blitzstrahl zieht tieferes Dunkel mir übers Aug, und mein Herz tastet den Pfad, auf den die Stimmen der Nacht mich rufen.

Licht! O, wo ist das Licht? Entzünd es am brennenden Feuer der Sehnsucht. Es donnert, der Wind stürzt kreischend durchs Leere. Die Nacht ist schwarz, schwarz wie ein Stein. Laß nicht die Stunden vergehen im Dunkeln. Zünde die Lampe der Liebe mit deinem Leben.

28

Hartnäckig binden mich Fesseln, aber mein Herz schmerzt, wenn ich sie brechen will.

Freiheit ist was ich brauche, aber ich fühle Scham, sie zu hoffen.

Ich bin sicher: unschätzbarer Reichtum ist in dir, und du bist mein bester Freund, doch hab ich das Herz nicht, den Flitter zu kehren, der meine Zimmer erfüllt.

Das Tuch, das mich deckt, ist ein Tuch aus Staub und aus Tod, ich haß es und heg es in Liebe.