Nein, ich will nimmer die Tore der Sinne verschließen. Die Wonnen des Sehens und Hörens und Tastens, sie werden deine Wonnen tragen.
Ja, all meine Trugbilder werden zu Freudenfackeln entbrennen und all mein Begehren zu Früchten der Liebe reifen.
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Es ist nicht mehr Tag, der Schatten liegt auf der Erde. Es ist Zeit, daß zum Fluß ich gehe, den Krug zu füllen.
Die Abendluft ist schwanger von dunkler Musik der Wasser – es ruft mich ins Zwielicht hinaus. In der einsamen Gasse geht Niemand vorüber, der Wind ist auf, die Wellen kräuseln sich auf dem Flusse.
Ich weiß nicht, ob ich je heimwärts wiederkehre, ich weiß nicht, wen mir der Zufall entgegenführt. Dort bei der Furt in dem kleinen Boot spielt der Unbekannte auf seiner Flöte.
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Deine Gaben erfüllen all unsre Notdurft uns Sterblichen und kommen zu dir zurück unvermindert.