Pause ... „Na, und als Ihr kamt, da wusste ich es schon – und Helene ...“
Auf einmal sitzt Hermann aufrecht und wendet seine lauernden Augen gegen den Sprechenden: „Sie hat Dich abgewiesen?“
„Hm“, macht Ernst Bang ungewiss, als ob er etwas anfügen wollte, und denkt: Man sollte das Fenster öffnen vielleicht, nur eine Weile ...
Inzwischen bricht die Dämmerung über die beiden herein. Jetzt erst zündet sich Bang eine Cigarette an und geht auf und nieder. Ganz anders als Hermann. Langsam, in einem gewissen Erwarten, sich wiegend. Er fühlt sich besonders erleichtert offenbar, denn später sagt er leichthin: „September! Wie bald es schon dunkel wird.“
Wirklich, es ist ganz dunkel. Man kann nur mit Mühe erkennen, dass Holzer am Rande des Sofas sitzt, den Kopf in die Hände gesenkt. Er ändert diese Stellung nicht und darum klingen seine Worte so dumpf in der Frage: „Das ist mir nicht klar, Bang, was mich das alles angeht, was ich dabei soll?“
Ernst Bang bleibt stehen. Da wird die Stille auf einmal schwer, schwer.
Holzer reisst die Hände vom Gesicht und schreit: „Ich zerbreche sie? Warum?“
„Ruhig, ruhig ...,“ beschwichtigt Bang.
Aber Holzer springt auf. Er thut plötzlich wie Einer, der im Traum gelähmt war. Er streckt seine Arme, er probt seine Gelenke und will seine Stimme hören: „Warum?“
„Sieh sie Dir mal an, Hermann“, bittet Bang, selbst ein wenig mitgerissen. „Wie blass sie ist. Sie wird Dir krank werden, Du wirst sehen. Du quälst sie.“