„Du fühlst das?“ Und beinahe überrascht sieht Harald sie an.

„Ja ...“ wiederholt sie leiser und wagt kaum die Augen zu heben.

Und nach einer kleinen Stille hört sie ihn sagen: „Wie schön Du bist!“ Und schauernd fühlt sie sich von ihm angeschaut.

Und wieder: „Wie schön Du jetzt bist.“

Mit ganz leisen, verhaltenen Bewegungen steht sie auf und wartet, bis er ruft: „Du warst nie so schön!“

Aber diesmal erkennt sie seine Stimme nicht. Und unsicher geht sie von ihm fort und stellt sich ins Dunkel, wie unter den Schutz der Uhr, deren Atem ganz nahe geht. –

„Wie Du gehst! Junge Mädchen gehen so.“

Und sie steht zwischen den beiden Fenstern und horcht.

Und er fragt sie: „Wie heisst Du eigentlich?“

Sie rührt sich nicht, denkt aber: das Fieber, und fühlt eine grosse Erleichterung, aber zugleich ist ihr traurig, als ob ihr etwas wieder genommen würde, etwas kaum Geschenktes.