„Nun, Herr Forest,“ sagte ich, als ich wiederum mit meinem Vorgänger in der Professur zusammentraf, „teilen Sie mir doch freundlichst mit, wie groß das Jahreseinkommen jedes Bewohners der Ver. Staaten von Amerika ist.“

„Das Einkommen wurde letztes Jahr auf 204 Dollars berechnet,“ antwortete Forest.

„Zweihundertundvier Dollars sagen Sie?“ rief ich erstaunt. „Ist das Alles? Nach den Angaben des Dr. Leete und nach seiner Lebensweise hatte ich angenommen, daß der Betrag mindestens dreimal so groß sein müßte.“

Forest lächelte. „Wie hoch war das durchschnittliche Jahreseinkommen der Bewohner der Ver. Staaten zu Ihrer Zeit?“ fragte er.

Ich mußte gestehen, daß ich keine Vorstellung davon hatte.

„Es betrug 165 Dollars,“ sagte Herr Forest, „doppelt so viel, wie das Durchschnittseinkommen der Bewohner Deutschlands und Frankreichs.“

Ich wurde durch diese Zahlenangaben ganz verwirrt. Ich hatte mich niemals mit volkswirtschaftlichen Übersichten beschäftigt und jährlich wohl zwanzigmal 165 Dollars verausgabt. Ich erinnerte mich nur, einmal in den Zeitungen gelesen zu haben, daß der Jahresverdienst aller arbeitenden Männer, Frauen und Kinder sich auf mehr als vierhundert Dollars beliefe und ich hatte eine dunkle Vorstellung, daß das Jahreseinkommen der Männer durchschnittlich etwa 600 Dollars war. Ich teilte dies Herrn Forest mit.

„Sie haben bei Ihrer Berechnung die Frauen und Kinder nicht berücksichtigt, welche nichts verdienten, sondern von dem Einkommen ihrer Gatten, Väter oder Brüder lebten,“ erklärte Forest. „Ein Jahreseinkommen von 204 Dollars für alle Männer, Frauen und Kinder würde demnach eine erhebliche Zunahme des Volksreichtums anzeigen, wenn die Zahl richtig berechnet wäre. Das ist aber nicht der Fall. Um den Volkswohlstand recht groß erscheinen zu lassen, wird der Wert aller Arbeitserzeugnisse viel höher angegeben, als in Ihren Tagen. Die natürliche Folge ist, daß die Kaufkraft des Dollars auf unseren Guthabensscheinen geringer ist, als der des Dollars zu Ihren Zeiten. Ich habe die Preise aller Lebensbedürfnisse und Luxusgegenstände in den Jahren 1900 und 2000 miteinander verglichen und gefunden, daß die Preissteigerung sich auf nahezu 95 Prozent beziffert. Das wirkliche Jahreseinkommen unserer Bevölkerung beläuft sich demnach nur auf etwa 112 Dollars; es hat also nicht um 24 Prozent zugenommen, sondern ist um 33 Prozent geringer geworden.“

„Wie erklären Sie diese auffälligen Angaben?“ fragte ich.

„Diese Frage ist leichter gestellt, als beantwortet,“ meinte Forest.