Ich ergriff ein Messer und trat an Dr. Leetes Seite, entschlossen, ihn mit meinem Leibe zu decken.
Aber in diesem Augenblicke wurde die Aufmerksamkeit des Menschenhaufens durch Forest in Anspruch genommen, der sich durch die Menge drängte, auf den Eßtisch sprang und ohne Zeitverlust rief: „Ihr alle kennt mich und wißt, daß ich ein Feind dieses Mannes bin.“ Dabei wies er auf Dr. Leete. „Weil ich unsere elende Regierung nicht verteidigen wollte, wurde ich aus meiner Professorenstellung verdrängt und Dr. Leete war es, der mir eine Hausknechtsstelle in der Universität anwies.“
„Das sieht dem miserablen alten Kerl ähnlich,“ schrie ein schmutzig aussehender Bursche.
„Deshalb sage ich: Nieder mit einer Regierung, welche die freie Rede erwürgen wollte!“ redete Forest weiter. „Nieder mit der Tyrannei! Aber laßt uns diesen jämmerlichen alten Sünder nicht abschlachten. Es ist kräftiger, bewaffneter Männer, wie wir es sind, ganz unwürdig, einen unbewaffneten, alten Menschen zu töten. Wir wollen ihn in dasselbe Tollhaus sperren, in welches er unseren Freund Fest schicken wollte.“
„Ja! So ist es recht! Sperrt ihn in ein Tollhaus!“ brüllten die Radikalen.
Es war klar, daß Forest versuchte, Dr. Leetes Leben zu retten. Mein Blick glitt zu Edith hinüber. Sie war totenbleich, aber gefaßt. Sie hatte ihren linken Arm um ihren Vater geschlungen und ihr Auge begegnete dem meinigen freundlich wie immer. Unglücklicherweise bemerkte Fest diesen Blick Ediths und seine Eifersucht brach mit erneuter Wut los.
„Ihr verdammten Narren,“ schrie er mit vor Grimm fast erstickter Stimme. „Merkt ihr denn nicht, daß dieser Forest den Versuch macht, das Leben jenes verschmitzten und gefährlichen alten Tyrannen zu retten? Aber das soll ihm nicht gelingen. Als meinen Anteil an der Beute verlange ich das Leben Leetes und seine lebendige Tochter.“
„Thue, was du willst, Bob,“ riefen einige aus dem Haufen.