Der alte Gerichtsdiener Wichotta kam die Treppe hinaufgestürzt, riß die Tür zum Richterzimmer auf:

„Er kömmt, Herr Baron, er kömmt!“

Und wahrhaftig, sämtliche Orden und Feldzugsmedaillen hatte er zu seiner besten Sonntagsuniform angelegt. Da hieb der lange Heino mit der starken Faust auf den Tisch, daß das hölzerne Tintenfaß fast aus seinem Behältnisse sprang.

„Zum Donnerwetter noch mal, Schockschwerenot, sind Sie auch verrückt geworden, Wichotta? Wer kommt? Vielleicht der Herr Landgerichtspräsident aus Lyck, daß Sie sich in Wichs geschmissen haben?“

„N ... nein, Herr Ba ... baron,“ stotterte der brave Beamte, „aber der neue Herr Reff’rendarius aus Berlin mit dem Au ... Automobil!“

„Na, dann scheren Sie sich weg! Und der Deuwel holt Sie, bei meinem Zorn, wenn Sie sich draußen beifallen lassen, vielleicht stramm zu stehen!“ ...

Eine Weile danach pochte es an der Tür, auf das laute „Herein“ betrat der „neue Reff’rendarius aus Berlin“ das Zimmer. Heino von Bergkem markierte erst ein paar Augenblicke den eifrig Beschäftigten, dann hob er den Kopf.

„Sie wünschen?“

„Den Herrn Amtsgerichtsrat zu sprechen.“

„In welcher Angelegenheit?“