Peter faßte seinen Freund unter den Arm.

„Ich schätze, Sie haben heute abend gegen fünftausend Mark gewonnen.“

„Ein Endchen mehr, gegen sieben.“

„Wollen Sie mir einen Gefallen tun, Heino?“

„Aber mit Vergnügen!“

„Niemals mehr da oben in den Klub hinaufgehen?“

Der lange Heino lachte hell auf.

„Nee, mein Jungchen, das wär’ ja blanker Unsinn. Ich gedenke unter den Jünglingen da oben noch öfter ein Blutbad anzurichten! Keine Ahnung haben die Kerle vom Pokerspiel, und ich wäre ein Narr, wenn ich diese Chance auslassen wollte!“

Da seufzte Peter nur auf, verabschiedete sich mit kurzem Gruße. Und er sah sich mit dem langen Heino noch manch liebes Mal hier unten stehen, nur das Blättlein hatte sich gewendet ...

Zu Hause, als er allein zwischen seinen vier Pfählen war, wollte er sich so recht von Herzensgrund freuen, die frohe Botschaft, die ihm der andere gebracht hatte, still für sich genießen, ehe er seine Entschlüsse faßte, aber der erste Rausch war verflogen, und das Grübeln setzte wieder ein. Gewiß, die blonde Brigitte war frei, aber waren der Hindernisse, die sie voneinander trennten, drum weniger? Hatte sich in der Zwischenzeit vielleicht seine Herkunft verbessert, oder war er mit einem Male ein in Kraft und Schönheit prangender Jüngling geworden, dem die Frauenherzen auf den ersten Blick zuflogen? Wie sollte er’s überhaupt anstellen, Brigitte wiederzusehen? Er konnte doch nicht einfach nach dem alten Hause hinausfahren: Hier bin ich!? Und bitte, gnädige Frau, gewähren Sie mir eine Zeitlang Gastfreundschaft, ich habe die Absicht, mich um Ihr Fräulein Tochter zu bewerben!? ...