Die Ordonnanz hatte den Eiskühler mit der silberbehalsten Flasche gebracht, der Kleine schenkte nach eingeholter Erlaubnis die Gläser voll.
»Uebrigens meine Cousine Annemarie hat sich riesig gefreut, als sie ihre verloren geglaubte Zigarettentasche wiederbekam.«
Der Rittmeister rückte näher: »Wirklich?«
»Kolossal hat sie sich gefreut. Nur sie hat sich – aber ich bitte um die Erlaubnis, ganz offen sein zu dürfen ...«
»Aber selbstverständlich ...«
»Also, sie hat sich erheblich gewundert, daß Herr Rittmeister das Fundstück nicht persönlich überbrachten. Namentlich, da sie sich doch das Vergnügen gemacht hatte, Herrn Rittmeister aufzufordern, in Kalinzinnen recht bald Besuch zu machen.«
Gaston fühlte, wie ihm das Blut in die Wangen stieg. Zu dumm war das! Und er nahm sich gewaltsam zusammen.
»Es tut mir selbst am meisten leid, daß ich dieser freundlichen Einladung wegen zu vielen Dienstes nicht folgen konnte. Und jetzt möchte ich meinen Besuch in Kalinzinnen verschieben, bis das Fest vorüber ist. Es wäre mir doch peinlich. Das würde aussehen, als wollte ich dazu eingeladen sein.«
Karl von Gorski blickte auf. Er hatte wohl bemerkt, daß sein Vorgesetzter plötzlich Farbe in die Wangen gekriegt hatte, aber noch tappte er im dunkeln, konnte sich keinen rechten Vers auf die ganze Geschichte machen.
»Welches Fest meinen Herr Rittmeister?«