Gaston wollte seinem Leutnant eine energische Strafpredigt halten, aber auch die anderen Offiziere der Schwadron kamen herzugeritten, Oberleutnant Gusovius streckte seinem Vorgesetzten in impulsiver Aufwallung die Hand entgegen.

»Nichts für ungut, Herr Rittmeister, unser Kleiner hat nur das ausgelöst, was uns allen auf der Seele lag. Es war großartig! Und wir alle sind stolz darauf, daß wir dabei waren!«

»Na also, dann besten Dank, meine Herren! Sie aber, Herr von Gorski, möchte ich bitten, Ihrem Temperament in Zukunft ein wenig den Zügel anzulegen, Selbstverständlichkeiten nicht immer gleich mit Hurra zu begrüßen.«

Der Kleine machte ein zerknirschtes Gesicht, aber der Schalk blitzte ihm aus den Augen.

»Sehr wohl, Herr Rittmeister! Sonst käme die fünfte Schwadron Dragonerregiments Graf Schmettau aus dem Hurraschreien überhaupt nicht mehr heraus.«

Da mußte auch Gaston auflachen und freute sich herzlich, daß seine Leute an ihm hingen.

Vom Waldrande her kam der Offiziersruf, auf einem niedrigen Hügel hielt der Regimentskommandeur zur Kritik. Die Schwadron wurde von dem Wachtmeister weitergeführt, die Herren setzten ihre Gäule in beschleunigte Gangart, Karl von Gorski ritt neben seinem Chef.

»Herr Rittmeister, ich bitte um Entschuldigung, aber ich konnte vorhin wirklich nicht anders! Die Begeisterung hatte mich so gepackt.«

»Ist ja schon erledigt!«

»Gehorsamsten Dank! Und es scheint, ich kann heute überhaupt nicht dicht halten. Eigentlich nämlich hatte ich mir vorgenommen, auch über 'was anderes nicht eher zu sprechen, als bis ...«