Gaston hob den Kopf.
»Heißen Dank, lieber Lüttritz, für die gute Absicht, aber ich möchte Sie bitten, diesen Besuch zu unterlassen. Die zukünftige Baronin Foucar von Kerdesac hat sich das Vergnügen gemacht, einen Lästigen temperamentvoll in seine Schranken zu weisen. Mir steht es nicht zu, daran Kritik zu üben. Es hat ihr so beliebt, und ich habe nichts weiter zu tun, als für die Folgen einzutreten!«
»Donnerwetter noch mal,« sagte der dicke Rittmeister in ehrlicher Bewunderung, »ein Standpunkt! Ein bißchen Ancien régime ... aber ihr mit dem französischen Blut: Immer noch 'mon coeur aux dames'!«
»Ja,« erwiderte Gaston, »das ist ein Teil aus dem Wappenspruch der Foucar. Jedenfalls werde ich Sie bitten, mir bei der kommenden Auseinandersetzung als Sekundant zur Seite zu stehen.«
»Aber mit Vergnügen! Dem Ehrenrat werden wir dann sagen, es hätten so triftige Gründe vorgelegen, na und so weiter, et cetera p. p.«
»Selbstverständlich!«
Der Bursche, der mit den beiden Gäulen im Schatten des Torwegs auf die Wiederkehr seines Herrn gewartet hatte, kam herbei, Gaston schwang sich in den Sattel.
»Na dann, heißen Dank, lieber Lüttritz, für all Ihre Liebenswürdigkeit und auf Wiedersehen.«
»Auf Wiedersehen.«
Gaston ritt zum Städtchen hinaus seinem kleinen Häuschen zu, das inmitten eines großen Obstgartens eine Strecke weit vor dem Tore lag. So recht heimlich und abgeschlossen. Wenn man sich darin einspann mit seinen Gedanken, war man allein wie auf einer Insel.