Brüllendes Gelächter ringsum, die Zornröte stieg ihm ins Gesicht. Aber töricht wäre es gewesen, zu zeigen, daß er sich getroffen fühlte, oder gar den Rückzug anzutreten. Nur eins war natürlich klar: heute war er zum ersten- und letztenmal in der Villa Rheinthaler gewesen ...
Frau Josepha kam langsam die Treppe hinab und ging durch die Menge wie eine Fürstin, die Cercle hielt. Hie und da sprach sie eine Dame oder einen Herrn an, endlich stand sie vor Gaston.
»Das ist nett von Ihnen, daß Sie geblieben sind. Und bin ich jetzt schön genug, daß Sie ab und zu mal wiederkommen werden? Wenn Ihr strenger Dienst es erlaubt?«
Er biß sich auf die Lippen und verneigte sich stumm. Wollte sie ihn lächerlich machen vor den anderen, oder warf sie sich ihm an den Hals?
Frau Josepha wartete einen Augenblick auf die Antwort, dann sprach sie lächelnd weiter.
»In einer Stunde wird das Auto vor der Tür stehen – es ist nicht viel anders, als hätten Sie ein wenig länger beim Nachtmahl gesessen. Inzwischen gestatten Sie, daß ich Sie ein bisserl bekannt mache.« Sie sah sich um, winkte einer jungen Dame, die von einem Kreise von Courmachern umringt war: »Ach, liebe Magda ...«
Die junge Dame, eine Rotblondine mit mageren Schultern, blickte auf.
»Was denn, liebe Josepha?«
»Gestatte, daß ich Dir Herrn Hauptmann von ... pardon, wie war doch gleich der Name?«
»Von Foucar ...«