Herr Rheinthaler schien den geheimen Unterton der Frage nicht verstanden zu haben.

»Selbstverständlich, sie kann doch nicht allein fahren. Und ich muß die Sache mit der Sandori noch heute aus der Welt schaffen, sonst schwatzt morgen ganz Berlin davon. Sie versäumen nicht viel ... das Auto fährt rasch, in dreiviertel Stunden können Sie wieder zurück in der Stadt sein.«

Frau Josepha hatte sich von der Garderobenfrau in den Mantel helfen lassen.

»Kommen Sie, Herr Hauptmann!« Ihren Gatten sah sie mit einem merkwürdigen Blick an: »Na, alsdann adieu, Fritz.«

»Du bist mir doch nicht bös, Peperl?«

»I bewahre, komm nur nicht zu spät nach Haus.«

Herr Rheinthaler wandte sich, sichtlich erleichtert, der anderen Gruppe zu, die in erregter Unterhaltung von der Treppe her in den Garderobenraum trat: »Es ist alles in schönster Ordnung, meine Herrschaften! Wir fahren in die Ackerstraße, teuerste Freundin ...«

Das Auto bog durch das Brandenburger Tor in den Tiergarten, Frau Josepha saß mit zusammengezogenen Augenbrauen, plötzlich schluchzte sie auf, preßte das feine Batisttuch, das sie in der Hand knüllte, gegen den Mund.

»O, wie schimpflich ist das alles! Und wie müssen Sie mich verachten, daß ich mir das alles hab' gefallen lassen die ganze Zeit über ...«

Er ergriff ihre Linke, nahm sie in beide Hände.