»Nee, ich bin versetzt worden. Zu den Ordensburger Dragonern.«

»Donnerwetter, so mitten aus der Tour? Wem haben Sie denn das zu verdanken?«

Gaston lachte bitter auf. So dachten sie alle, die mal mit ihm Schulter an Schulter ihren Dienst getan hatten. Und seine Antwort klang schärfer, als es der im Grunde unbeträchtliche Anlaß erfordert hätte.

»Natürlich allem anderen, nur nicht mir selbst. Der unbekannten hohen Dame, die angeblich meine Schicksale überwacht, oder meiner Fähigkeit, mich bei meinen Vorgesetzten zu schustern und in den Vordergrund zu drängen ... na dann Adieu, Herr von Wodersen! Ich habe es ein bißchen eilig.«

Der andere achtete gar nicht darauf und ging rasch neben ihm her in gleichem Schritt.

»Meinen Sie vielleicht, ich hätte deshalb hier drei Stunden auf Sie im Sonnenbrand gelauert, um mich so abspeisen zu lassen?«

»Wie? Sie haben ...«

»Auf Sie gewartet! Schon heute vormittag hatte ich natürlich telephonisch ausführlichen Bericht, was gestern passiert war. In dem Ballokal, und daß Sie nachher Frau Josepha im Auto allein nach Hause gebracht haben. Nachmittags war ich dienstfrei, da bin ich ohne Urlaub fortgefahren. Das übrige konnte ich mir ungefähr denken. Sie hatte mich in diesen Wochen ja fast ein dutzendmal gequält, ich sollte Sie endlich heranschleifen. Daß ich es nicht tat, werden Sie nach dem, was wir neulich mal gesprochen hatten, begreiflich finden.«

»Allerdings! Und was steht jetzt zu Diensten?«

Der kleine Husar blickte zornig zu ihm auf.