»Erst klopfen Sie sich mal den Puder von Brust und Kragen! Sonst sieht es womöglich noch einer von den bezahlten Aufpassern, daß Sie eben Abschied genommen haben. Von einer schönen Frau, die die Gepflogenheit hat, sich Gesicht und Arme zu pudern.«
Gaston schielte auf seinen Ueberrock hinab und wurde unwillkürlich rot. Wahrhaftig, man sah es ganz deutlich! Und jetzt wußte er plötzlich, weshalb der glattrasierte Kerl, der ihm in der Rheinthalerschen Villa beim Hinausgehen die Tür öffnete, so süffisant gelächelt hatte. Er zog das Taschentuch und wischte heftig über das dunkle Tuch, aber der feine weiße Staub drang nur um so tiefer ein, war nicht fortzubringen. Da gab er's ärgerlich auf.
»Nun also, was wünschen Sie von mir, Herr von Wodersen?«
»Nur eine kurze Auskunft. Wie Sie sich von jetzt an zu Frau Josepha verhalten werden.«
»Und wenn ich das zurückweisen müßte? Als einen unangemessenen Eingriff in meine ganz persönlichen Angelegenheiten?«
Der Landsberger Husar schüttelte den Kopf.
»Das werden Sie nicht tun! Wenn einer den Anspruch hat, es zu erfahren, bin ich es. Das wissen Sie!«
»Also, wo wir mal schon so weit sind, meinetwegen! Es wird auch dazu beitragen, diese Unterredung, die uns beiden ja nur peinlich sein kann, abzukürzen. Ich habe – also ich bin mit Frau Josepha übereingekommen ... wenn sie die Trennung von ihrem Manne vollzogen hat, werde ich sie heiraten.«
»Dann ist's gut ... und danken Sie Gott!«
»Herr von Wodersen, ich muß doch sehr bitten ...«