Gaston von Foucar erwiderte respektvoll den Gruß seines Vorgesetzten.

»Dazu dürfte es schon zu spät sein, Herr Oberst!«

»Ja, nächstens wird man sich in der alten Bude sein Bett aufschlagen müssen. Und, passen Sie auf, es kommt noch doller. Von Montag an werden wir – wie nennt man es doch in den Fabriken – ja richtig, Nachtschichten einlegen müssen! Na, wie ist's nun? Kommen Sie mit? Wenn ich nicht irre, haben wir denselben Weg nach dem Westen.«

»Sehr wohl, Herr Oberst.« Er nahm die Respektseite seines Chefs: »Und es ist natürlich keine Neugierde – meinen Herr Oberst, daß dieses erhöhte Arbeitspensum unserer Abteilung nicht bloß eine Art von notwendiger Vorsichtsmaßregel ist? Daß diesmal ein bestimmter Entschluß dahinter steht?«

Oberst Wegener hob die hageren Schultern.

»Ich habe den Befehl, für drei Armeekorps, die – entgegen dem bisherigen Mobilmachungsplan – nach Osten geschmissen werden sollen, die nötigen Beförderungsmittel und Fahrpläne auszurechnen. Mehr weiß ich auch nicht, aber aus allerhand Anzeichen schließe ich, daß es diesmal endlich Ernst werden könnte. Es riecht sehr sengerig.«

»Na, Gott sei Dank!«

»Nicht wahr? Es wäre Zeit, daß die Herrschaften da draußen einmal sehen würden, daß unsere Armee nicht bloß 'ne Vogelscheuche ist, der die Spatzen auf der Nase 'rumhopsen dürfen!«

Eine Weile gingen sie schweigend nebeneinander her, der Oberst musterte den neben ihm schreitenden Untergebenen mit einem gewissen Wohlgefallen.

»Sagen Sie mal, lieber Foucar, Sie waren wohl nicht sehr begeistert, als man Sie für das letzte halbe Jahr in meine Abteilung verschmetterte?«