Der jüngere Bruder stieß einen komischen Seufzer aus.

»Na, Kinder, dann wären wir ja wieder mal bei dem alleinseligmachenden Gesprächsstoff! Ich bin auch sehr für den Krieg. Ihr beide bleibt auf dem Felde der Ehre, ich kehre als lorbeergeschmückter Sieger nach Hause zurück. Erb' das Majorat und heirate die Annemarie.«

»Fatzke,« sagte der Aeltere lachend. »Aber wollen wirklich noch 'ne Weile Skat spielen, was wir hier reden, ist für die Katz. Wir ändern doch nichts an der Sache!«

Karl von Gorski griff nach der von der Lampe herabhängenden Klingelschnur, die Ordonnanz erschien in der Tür.

»Ein noch leidlich erhaltenes Spiel Karten, einen Skatblock und einen frisch gespitzten Bleistift!«

»Sehr wohl, Herr Leutnant. Aber es ist ein fremder Herr in Zivil draußen, der eben ablegt. Den Namen hab' ich nich verstanden ... er klang so französ'sch.«

»Etwa Baron Foucar von Kerdesac?«

»So ähnlich, Herr Leutnant!«

»Ei weh,« sagte Hans, »unser neuer Schwadronschef. Ich lasse natürlich bitten.«

»Einen Augenblick noch,« rief Karl von Gorski, »beeilen Sie sich nicht so sehr mit dem Reinführen!« Er sprang an den Bücherschrank, kehrte mit einer Generalstabskarte zurück und breitete sie auf dem Tische aus. »Du willst mal Feldherr werden, Hans, und ermangelst der bei Ueberraschungen so notwendigen Geistesgegenwart? Welcher Moment wäre wohl geeigneter als der erste, um sich bei einem neuen Vorgesetzten ins rechte Licht zu setzen?«