So sprach er mit übertriebenem Pathos, wartete ab, bis der Rittmeister von Foucar in der offenen Tür erschien und deutete dann mit dem Zeigefinger auf irgend eine Stelle der Karte: »Also das, mein lieber Brinckenwurff, sind die Mondezer Berge! Ein Infanterieregiment, das sich auf ihnen einbuddelt, ist einfach unangreifbar. Und wenn wir dann, mit zwei Schwadronen bloß, den bösen Feind in der Flanke fassen – – –«
Hans von Gorski empfing den Eintretenden und besorgte die Vorstellung. Herr von Foucar schüttelte den dreien die Hand und deutete lächelnd auf die ausgebreitete Karte.
»So fleißig, meine Herren?«
Karl von Gorski machte ein möglichst treuherziges Gesicht.
»Gott, Herr Rittmeister, was soll man anfangen, wenn man notgedrungen dem Dienst fernbleiben muß? Man strebt und bildet sich.«
»Sie haben eine Verletzung am Arm? Doch hoffentlich nichts Ernstliches?«
»Nur eine leichte Verstauchung des Handgelenks. Als ich vor einigen Nächten ein Drahthindernis überklettern mußte, sauste ich kopfüber in einen Graben. Spätestens übermorgen hoffe ich schon wieder Dienst tun zu können.«
»Charmant! Im Hotel schon hatte ich gehört, daß ich nur wenige Herren im Kasino treffen würde, weil das Regiment auf Nachtfelddienstübung wäre. Ich freue mich, daß es gerade zwei Herren von meiner zukünftigen Schwadron sind.«
»Ganz auf unserer Seite natürlich, Herr Rittmeister.«
Gaston fuhr lächelnd fort: »Und daß Sie so strebsam sind! Ich entsinne mich aus meiner jüngsten Leutnantszeit: Wenn wir in Karlsburg auf der Hauptwache den Würfelbecher schwangen, hatten wir auch stets eine Generalstabskarte unter dem Tableau der lustigen Sieben. Wenn der hohe Vorgesetzte kam, verschwand das Tableau, und wir übten mit Eifer Kriegsspiel.«