Tullus stand leise auf und trat zu seinem Vater.
»Ja, was willst du eigentlich in der Stadt?« fragte mit besorgtem Gesicht jetzt auch Larina. »Du gehst ja niemals hinüber. Es werden zehn Jahre und länger her sein, daß du zuletzt in Antium gewesen bist. Was willst du dort?«
»In Antium nichts.«
»Wie?«
»Ich will nach Rom.«
»Nach Rom!«
Alle vier riefen es. Die beiden Alten erschraken; Acca tat einen leisen Schrei; denn Tullus' schwermütiges Gesicht erhellte sich und er hatte den Ausruf mit ersticktem Jubel getan.
Atinas runzelte die Stirn.
»Nun ja, ich will nach Rom. Was ist da weiter? Ich muß selbst sehen, selbst hören — das von den Nazarenern. Es läßt mir keine Ruhe; ich halte es hier nicht länger aus. Genug, ich gehe morgen fort. Bis zum Frühling bin ich wieder zurück. Was willst du, Tullus?«
Atinas wußte sehr wohl, was der Jüngling wollte. Bevor dieser indessen seine Bitte stammeln konnte, vernichtete er ihm jede Hoffnung auf Erfüllung derselben.