Es scheint, als hätte alles Leben nur Sinn eben durch Vernichtung des Lebens! —
Ein langsames Rascheln, Reiben und Gleiten kommt von der Sandbank her — ich sehe zwei dunkle Striche sich näher schieben — — zwei neue, fraßgierige Krokodile.
Da drin aber in dem Flußpferdleib wühlt und wogt es noch, die Haut schwankt und schlappt, ekelhaftes Schmatzen und Knacken tönt hervor. —
Die Brise ist jetzt vollkommen eingeschlafen. Der Aasgestank bleibt über dem dichten Schilfe hängen, er wird so stark, daß ich mich, die Hände vors Gesicht gepreßt, wegschleiche. — —
Im hohen Schilfe raschelnd gehen wir nach Westen, um die freie Steppe zu erreichen, dann nach unserm Liegeplatz abzubiegen.
Tief aufatmend saugen wir die reine Luft in unsere Lungen! —
Schilf und Gestrüpp weichen zurück, dunkel liegt vor uns die weite Steppe, an ihrem Westrand noch von einem schmalen hellen Streifen abgegrenzt.
Das Schweigen der Nacht liegt über der einsamen Landschaft.
Dicht aufbleibend folge ich meinem Führer, der mit seinem rasch fördernden Schritt durch die Nacht eilt, schwarz in der schwarzen Dunkelheit kaum zu erkennen.
Da dröhnt von fern her Getrappel — — wie von galoppierenden Pferdehufen!