Wir stutzen einen Augenblick — da sausen zwei abenteuerlich dicke, mächtige Körper hopsend an uns vorüber.

»Viboko — Flußpferde!«

Wie Spukgestalten sind sie erschienen und verschwunden, schon wieder weit weg verklingt das Dröhnen ihres Galopps. —

Der schmale Schimmer im Westen ist verschwunden, tiefe Nacht liegt über der Steppe.

Gleichmäßig klappert Gewehr und Wasserflasche auf dem Rücken meines Führers, der sicher mit seinen nackten Beinen dem schmalen Negerpfad folgt.

Moskiten summen, Glühwürmchen gaukeln, ferne Tierlaute erschallen — — das Nachtleben der Steppe erwacht!

Kingwangwanda

Monate sind vergangen.

Es ist August 1915! Die Sonne läuft auf ihrer Bahn jetzt weit im Norden. In Deutschland — in Europa schreibt man Sommer!

So weit nördlich zieht das Tagesgestirn, daß seine Strahlen auf der südlichen Halbkugel stark an Kraft verloren haben, selbst hier in der Nähe des Äquators, und schon abends nach Sonnenuntergang erfrischende Kühle über das Land zieht.