Tief auf die Seite geneigt liegt er dort in den glucksenden Wassern.

Schwer war sein Ende! Einundzwanzig gegen eins.

So hatte sie es doch gewagt, die ruhmreiche englische Flotte! Aber einundzwanzig brauchte sie, um den einen zu töten!

In langer Kiellinie liefen sie ein in die weite Mündung des Kikunja-Armes, als die Sonne im Zenit stand, mit rasendem Feuer jede Mangrove, jede Palme überschüttend.

Zwei Flieger kreisten über dem kleinen deutschen Kreuzer, der dort hinten am Steppenrand wütend um sein Leben kämpfte mit seinen fünf bellenden Breitseitgeschützen — — unbeweglich im engen Fahrwasser. Sie wiesen dem sausenden Eisenhagel, der heulend über die weite, dampfende Mangrovenwildnis brauste, den Weg. — — Und nur zu gut!

In Fetzen wurden die Geschützbedienungsmannschaften gerissen, in Fetzen Bleche und Eisenwände!

Aber weiter kämpfte er!

Das Deck troff vor Blut, nur schaufelweis gestreuter Sand machte es passierbar. Da vorne, unter der Back, lagen die Leichen zu Haufen. Zwei abgerissene Köpfe ruhten friedlich Gesicht an Gesicht unter einem Spind — — sie gehörten den Matrosen Prest und Stange. —

Aber weiter kämpfte er!

Nur mehr mit zwei Geschützen! Der durchsiebte, mittlere Schornstein neigte sich — brach in sich zusammen. Beinahe erschlug er den schwerverwundeten Kommandanten, der vom Kommandostand nach achtern gebracht wurde. Da vorne gab es nichts Lebendiges mehr! Der Eisenhagel wurde zum Eisengewitter und durchpflügte die Flanken des bebenden, zitternden Kreuzers.