Sie alle haben es — von Osten kommend, nach langen Sturmtagen im Indischen Ozean — für das Löwenkap, das Kap Guardafui gehalten, mit dem es große Ähnlichkeit hat, sie umsteuerten es und fuhren ahnungslos, frischgemut nach Westen, glaubend, den weiten Golf von Aden vor sich zu haben. In Wirklichkeit steuerten sie in die Bucht von Ras Hafun, und, ohne im Dunkel der Nacht die drohende Küste zu sehen, liefen sie in voller Fahrt auf den Strand.

Dort wurden sie ein Opfer der Eingeborenen, die dahinten in den gelbroten Bergen — kein Mensch weiß wo oder wie — hausen, wurden erschlagen oder ins Innere verschleppt.

Ein langer Absatz in dem Leitfaden für Seefahrer erzählt davon. Gar vielen ist dieses Schicksal hier geworden; eine lange Reihe von Segel- und Dampffahrzeugen nennt das Handbuch, denen diese Bucht zum Verhängnis geworden.

Diese Länder — von Mogadischu bis zum Golf von Aden — sind noch die einzigen der ganzen Welt, wo Verhältnisse herrschen wie in Zeiten früher Geschichte, im Zeitalter der Entdeckung Amerikas, der ersten Besiedelung Australiens und Neuguineas.

Und selbst wenn die schlanken hohen Somalis, die Eingeborenen dieses Landes, uns aus Achtung vor unseren Maschinengewehren nicht belästigen würden, selbst dann würde die Vernichtung unserer Besatzung nur eine Frage von Tagen sein. Wir kennen dieses Land nicht, Karten gibt es nicht — Wasser und Lebensmittel wären in Kürze ausgegangen, verdurstend, verhungernd hätten unsere Leute hier ihr Ende gefunden! Von den tausend Kilometern wären kaum hundert zurückgelegt worden.

Also — an Land gehen — unmöglich!

Weiterfahren, wenn unser Dampfer nicht kommt — unmöglich!

Warten? — Unmöglich! — Wir haben nur für einige Tage Wasser.

Um Unterstützung funken? — Unmöglich! — Auf Tausende von Meilen im Umkreis nur Feinde, die uns suchen.

Was tun? — —