[272] Annal. d’hygiène publ. 1875, II, 192.

[273] Darunter durch Kohlendampf 42.

[274] 823 Fälle von Erstickung bes. durch Kohlendunst. Sedlaczek, l. c.

[275] Interessante Beispiele finden sich bei Orfila (Lehrb. d. gerichtl. Med., übersetzt von Knapp. 1848, I, pag. 442).

[276] Siehe auch Morselli, l. c. pag. 72 u. s. f. und P. Gonzier, Action des courants telluriques, du magnétisme terrestre sur l’activité cérébrale. Arch. de l’anthropol. criminelle. 1891, pag. 349 und 466.

[277] Selbst Anschuldigungen Dritter kommen vor, s. z. B. Kuby, „Selbstmordversuch durch Halsabschneiden für Mordversuch ausgegeben“. Friedreich’s Blätter. 1878, pag. 224. Wir selbst obducirten einen Mann, der, schwer krank in’s Spital aufgenommen, angab, von mehreren Personen misshandelt und in eine Senkgrube geworfen worden zu sein, und nach wenigen Stunden starb, während die gerichtliche Section eine exquisite Schwefelsäurevergiftung ergab.

[278] Damit stimmt auch die Statistik Durham’s (Güterbock, „Die Verletzungen des Halses“. Vierteljahrschr. f. gerichtl. Med. 1873, 19, pag. 33) über die Lage der Wunde bei 158 Fällen von theils durch Mord, theils durch Selbstmord erzeugten Halsdurchschneidungen überein. 11mal lag die Wunde über dem Zungenbein, 45mal auf der Membrana hyothyreoidea, 35mal auf dem Schildknorpel, 26mal auf dem Lig. conoideum oder dem Ringknorpel, 41mal auf der Trachea.

[279] Ein derartiger Fall kam uns 1879 zur Beobachtung. Er betraf eine Prostituirte, welcher, als sie eben zur Zulassung des Coitus sich anschickte, von dem über ihr knienden Thäter mit einem unbemerkt hervorgezogenen Fleischermesser der Vorderhals bis auf die Wirbelsäule, eingestandenermassen in einem Zuge, durchschnitten worden war.

[280] Dass auch solche Befunde nicht absolut den Mord beweisen, zeigt ein Fall von Porter-Wornum (Virchow’s Jahresb. 1887, I, 506), der zu einer Frau gerufen wurde, die sich den Hals durchschnitten hatte. Er fand die Frau mit angeschnittener Trachea im Zimmer stehend, mit einem Tischmesser in der Hand, womit sie sich noch in Gegenwart des Arztes in den rechten Vorderarm Schnitte beibrachte. Das Messer wurde ihr leicht genommen und die Frau in ein Spital gebracht, wo sie nach 9 Stunden starb. Die Obduction ergab die Trachea bis auf eine schmale hintere Brücke durchschnitten, zahlreiche Schnitte an beiden Vorderarmen und Handgelenken und jederseits einen Schnitt in der Falte zwischen Daumen und Zeigefinger!

[281] In unserem Museum bewahren wir den Schädel eines Ermordeten, an dem sich namentlich am Hinterkopf mehr als 20 Stichwunden finden.