In derselben Nacht hörte Sulamith die Thüre gehen. Es war Mitternacht, als sie sich erhob, rasch ankleidete und hinaus eilte. Ihr erster Gedanke war, dass Zeruja heimlich das Haus verlassen, und seine Wanderung fortsetzen wolle.

Sie fand ihn vor dem kleinen Teich, der dem Hause gegenüber lag, damit beschäftigt, das Eis aufzuhacken.

»Was willst Du hier?« fragte sie erstaunt.

»Mich in das Wasser tauchen.«

»Zu welchem Zweck?«

»Um Busse zu thun. Ich sündige, indem ich meine Wanderung unterbreche, ich muss etwas thun, um Gott zu versöhnen.«

Sulamith nahm ihm die Haue aus der Hand und wies mit einer gebieterischen Bewegung auf die Thüre des Hauses. »Geh' hinein, sofort«, rief sie.

Zeruja sah sie an und gehorchte. Sie folgte ihm in die grosse Stube, sperrte die Thüre und liess sich dann beim Kamin nieder.