Als er wieder eines Nachmittags kam, fand er die schönen Augen Mathele's in der That mit echtem Thränenglanz gefüllt.
»Was ist denn geschehen?« fragte er erschreckt.
Das schöne Mädchen deutete auf ihre Katze, die unter dem Ofen lag und schwer athmete.
»Ich glaube, sie stirbt.«
»Wer?«
»Meine Lili.«
»Oh! man stirbt nicht so schnell,« versetzte Abner lächelnd, »und die Katzen insbesondere haben ein zähes Leben. Machen Sie mich also nur getrost zu Ihrem Hofmedikus, und lassen Sie mich Ihre kleine Freundin sehen.«
Mathele lächelte verlegen, nahm Lili auf den Arm und der zukünftige Doktor begann das niedliche Thier zu untersuchen.
»Das hat nicht viel zu bedeuten,« sagte er dann, »ein Katarrh, weiter nichts. Lili ist meine erste Patientin, und ich will es als ein gutes Omen nehmen, wenn ich sie heilen kann. Aber, um Sie zu beruhigen, Fräulein, will ich sofort Arznei holen.«