Andere fassten ihn bei den Armen. Er schien verloren.
Da warf sich seine Frau mitten unter die Arbeiter und stiess Borescu zurück. »Was wollt Ihr?« fragte sie und ihre blitzenden Augen schienen jeden durchbohren zu wollen, der ihrem Mann zu nahe kam, »Räuber, Mörder!«
»Euer Geld wollen wir«, erwiderte der Anführer und fasste wieder den Fabriksherrn bei der Brust.
»Zurück!« gebot Kätzchen ein letztes Mal.
»Fort mit ihr!« schrie Borescu, und die Anderen hoben die Eisenstangen.
Doch Kätzchen hatte zugleich den Revolver aus der Tasche gerissen und feuerte ihn auf Borescu ab. Er wankte, liess ihren Mann los und stürzte dann auf das Gesicht vor ihr nieder, wie ein Sklave vor seiner Gebieterin.
Sie stand jetzt vor ihrem Gatten mit flammenden Augen, den Revolver in der Rechten und zeigte den Arbeitern, die erschreckt zurückgewichen waren, die Zähne, wie ein Raubthier, das zum Sprunge bereit ist.
Sie wäre aber trotz ihrem Muthe mit ihrem Manne verloren gewesen, wenn nicht Assur, einen schweren Hammer in der Faust, herbeigeeilt wäre. An ihn wagte sich keiner. Er deckte den Rückzug, und der Fabrikant und seine Frau konnten glücklich das Haus erreichen.
Hier verbarrikadirten sie sich, Modruch, Kätzchen und ein paar jüdische Arbeiter und Diener, besetzten die Fenster und drohten zu schiessen, sobald die Streikenden Miene machen würden, einzudringen. Diese berathschlagten einige Zeit und zogen sich dann zurück, jedoch nur, um die Fabrik an allen Ecken anzuzünden. Bald schlugen die Flammen allerorten auf und ergriffen das Haus, das die rauflustige Menge bewachte.