»David!« rief die alte Frau und breitete ihre Arme aus.
Langsam ging die Thüre auf und ein Soldat erschien auf der Schwelle, die Mütze auf dem Kopf, den Mantel um die Schultern.
»David!«
»Mutter!«
Der gute Sohn stürzte herein in die Stube und zu den Füssen der alten Mutter, die ihn mit zitternden Händen um den Hals nahm, ihn küsste und segnete und wieder ansah, als wollte sie sich überzeugen, dass er es wirklich sei, als könnte sie noch nicht an das Glück glauben, ihr Kind unversehrt wieder zu haben. Neben ihr stand das Mädchen glücklich und stolz, und als David ihr jetzt die Hand reichte, da rief sie aus: »Ach, Mutter Rose! das Leben ist doch schön.«
David stand jetzt auf und schloss Abigail an seine Brust.
»Oh! wie Du von der Sonne verbrannt bist«, rief diese aus, indem sie den Geliebten bewunderte, »und gross und stark, und ich bin so klein gegen Dich.«
»Ich habe immer gehört,« erwiderte David, »es sei am Besten, wenn die Frau nicht weiter reicht als bis zum Herzen des Mannes.«
»Willst Du etwas essen, mein Sohn«, begann die Mutter wieder, »oder einen warmen Thee?«