»Ja, sie ist entzückt von Ihnen.«
Und Slobe flüsterte ihrer Schwester zu: »Bele, Du hast schon wieder einen Sklaven an Deinen Triumphwagen gespannt.«
»Wen denn?«
»Den schönen, eleganten jungen Mann, den Du für einen Fremden angesehen hast. Es ist Simon Schnick. Er schwärmt für Dich.«
»Wenn Sie sich etabliren wollen, müssen Sie unbedingt eine Frau nehmen«, sprach wieder der Buchhändler zum Uhrmacher. »Eine reiche Frau und eine schöne Frau, welche die Kunden anzieht. Sie können keine bessere Wahl treffen, als Bele.«
»Aber sie soll sehr stolz sein«, erwiderte Schnick, »sie wird mich nicht nehmen.«
»Ich sage Ihnen ja, dass sie sterblich in Sie verliebt ist.«
Den nächsten Tag führte Jadassohn den Uhrmacher bei Ohrenstein ein. Slobe hatte alles prächtig in Scene gesetzt. Frau Porges, die Gattin des reichen Wechslers kam einige Minuten vorher in das Geschäft Ohrenstein's. Sie spielte Slobe zu lieb in der Komödie mit und verlangte eine kostbare neue Toilette zu sehen, welche eben von Paris angekommen war. Auf Vorschlag Slobe's probirte Bele dieselbe, und die beiden Herren kamen eben an, als Bele, strahlend vor Schönheit, in die eleganteste Pariser Weltdame verwandelt, mitten im Laden stand.