Des Weibes Tugend, so gross und hoch,
Macht uns leichter Egyptens Joch.
Fiel ein gutes Weib zum Lohne Dir,
Was brauchst Du noch auf Erden hier.
Als der Narr geendet hatte, meldete der Schames, dass im Tempel alles bereit sei, die Wagen fuhren vor, und die ganze zahlreiche Gesellschaft setzte sich in Bewegung.
In der glänzend erleuchteten Synagoge erwartete der Rabbiner die beiden Paare. Nachdem die Ketuba, die Heirathsurkunde, verlesen war, wurde zuerst Bele ihrem Chassan (Bräutigam) unter dem seidenen Chupo (Trauhimmel) verschleiert zugeführt. Der Rabbiner gab Simon den Ring, den dieser Bele mit den Worten an den Finger steckte: »Ich gelobe mich Dir für die Ewigkeit, ich gelobe Dich mir in Tugend und Gerechtigkeit, in Treue und Wahrheit, auf dass Du Gott erkennst.«
Hierauf empfing Simon aus den Händen des Rabbiners einen Becher mit Wein, den er zur Erde warf. Wie der Becher nicht wieder ganz werden kann, so soll die Ehe niemals getrennt werden.
Nachdem der Rabbiner das Paar gesegnet hatte, sprach er: »Erfreue Gott diese, die im treuen Bunde der Liebe zusammenhalten, wie Du die ersten Menschen erfreut hast im Paradiese. Gelobt seist Du, Gott, der erschaffen Braut und Bräutigam zur Freude, zur Einigkeit und Liebe. Halte ferne von ihnen Schmerz und Gram und geleite sie zum Heil, Amen!«
Damit war die Ehe geschlossen.
In gleicher Weise wurde die schwarzäugige Slobe mit Jadassohn vereint.