Dann drängten sich alle an die beiden neuvermählten Paare heran, um Glück zu wünschen und jeder von den Gästen bekam einen Splitter von dem zerbrochenen Becher als Andenken.
Eine Rede des Rabbiners voll von orientalischer Weisheit und Bilderpracht schloss die Feier.
Alle kehrten in das Haus Ohrenstein's zurück, und hier begann jetzt das Hochzeitsmahl. Während desselben unterhielt der Narr die Gesellschaft, und als man sich erhob, erschienen die Sänger des Tempels und sangen die schönen alten Hochzeitsweisen.
Den Schluss bildete ein Ball. Grossvater Ohrenstein und Grossvater Jadassohn wurden schliesslich heiter, und da zu ihrer Zeit bei den Juden nur Männer mit Männern und Frauen mit Frauen tanzen durften, tanzten die beiden alten Herren unter allgemeinem Jubel zusammen.
»Wie sich alles ändert«, sagte zuletzt Grossvater Jadassohn, »da haben wir zwei Hochzeiten auf einmal, ohne Schadchen.«
»Oh! doch nicht!« rief Bele lachend, »der Schadchen war Slobe.«