Frau Leopard hatte in ihrem Hause einen kleinen Juwelenladen. Als Koscieloski sie eines Abends in demselben allein sah, trat er ein, bat sie, ihm einige Ringe vorzulegen und sagte plötzlich, indem er ihre Hand ergriff: »Welche Hand! ein Kunstwerk aus Elfenbein.«
»Die Hand einer Jüdin, Herr Koscieloski«, erwiderte Frau Leopard spöttisch, ohne jedoch ihre Hand zurückzuziehen.
»Das Weib bleibt schön unter jedem Himmelsstrich und in jeder Sphäre«, sagte der Rosche. »Sie könnten ebenso gut als Gräfin oder Sultanin geboren sein.«
»Wie galant mit einem Male!«
»Sie strafen mich, schöne Frau, indem Sie mich an meine Abneigung gegen die Juden erinnern. Ich gebe dieselbe zu, aber sie macht ja Ihren Sieg um so grösser.«
»Sie sind sehr ungeduldig, Herr Koscieloski, wir sind ja bereits bei der Liebeserklärung angelangt.«
»Wozu verbergen«, murmelte er, »was Sie ja doch auf den ersten Blick errathen haben. Ja, Frau Leopard, ich bin rasend verliebt in Sie.«
»Und was weiter?«
»Erlauben Sie mir, mich um Ihre Hand zu bewerben.«