Ihr Kopf, im Sonnenlichte flammend, erschien am Fenster.
„Gregor!“
Ich eilte die Stufen hinauf, durch die Galerie in das Atelier.
„Führe ihn in das Badezimmer,“ befahl Wanda, während sie selbst davoneilte.
Wenige Augenblicke und Wanda kam, nur mit dem Zobelpelz bekleidet, die Peitsche in der Hand, die Treppe herab und streckte sich wie damals auf den Sammetpolstern aus; ich lag zu ihren Füßen und sie setzte den Fuß auf mich, und ihre Rechte spielte mit der Peitsche. „Sieh mich an,“ sprach sie, „mit deinem tiefen, fanatischen Blick — so — so ist es recht.“
Der Maler war entsetzlich bleich geworden, er verschlang die Szene mit seinen schönen, schwärmerischen, blauen Augen, seine Lippen öffneten sich, aber blieben stumm.
„Nun, wie gefällt Ihnen das Bild?“
„Ja — so will ich Sie malen,“ sprach der Deutsche, aber es war eigentlich keine Sprache, es war ein beredtes Stöhnen, das Weinen einer kranken, sterbenskranken Seele.
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Die Zeichnung mit der Kohle ist fertig, die Köpfe, die Fleischpartien sind grundiert, ihr diabolisches Antlitz tritt bereits in einigen kecken Strichen hervor, in dem grünen Auge blitzt Leben.