„Ja, Gott sei gedankt!“ ruft sie, „keinen neuen Sklaven, ich habe deren genug gehabt: einen Herrn. Das Weib braucht einen Herrn und betet ihn an.“

„Du betest ihn also an, Wanda!“ schrie ich auf, „diesen rohen Menschen —“

„Ich liebe ihn so, wie ich noch niemand geliebt habe.“

„Wanda!“ — ich ballte die Fäuste, aber schon kamen mir die Tränen und der Taumel der Leidenschaft ergriff mich, ein süßer Wahnsinn. „Gut, so wähle ihn, nimm ihn zum Gatten, er soll dein Herr sein, ich aber will dein Sklave bleiben, solange ich lebe.“

„Du willst mein Sklave sein, auch dann?“ sprach sie, „das wäre pikant, ich fürchte aber, er wird es nicht dulden.“

„Er?“

„Ja, er ist jetzt schon eifersüchtig auf dich,“ rief sie, „er auf dich! er verlangte von mir, daß ich dich sofort entlasse, und als ich ihm sagte, wer du bist —“

„Du hast ihm gesagt —“ wiederholte ich starr.

„Alles habe ich ihm gesagt,“ erwiderte sie, „unsere ganze Geschichte erzählt, alle deine Seltsamkeiten, alles — und er — statt zu lachen — wurde zornig und stampfte mit dem Fuße.“