„Und drohte, dich zu schlagen?“

Wanda sah zu Boden und schwieg.

„Ja, ja,“ sprach ich mit höhnischer Bitterkeit, „du fürchtest dich vor ihm, Wanda!“ — ich warf mich ihr zu Füßen und umschlang erregt ihre Knie — „ich will ja nichts von dir, nichts, als immer in deiner Nähe sein, dein Sklave! — ich will dein Hund sein —“

„Weißt du, daß du mich langweilst?“ sprach Wanda apathisch.

Ich sprang auf. Alles kochte in mir.

„Jetzt bist du nicht mehr grausam, jetzt bist du gemein!“ sprach ich, jedes Wort scharf und herb betonend.

„Das steht bereits in Ihrem Briefe,“ entgegnete Wanda mit einem stolzen Achselzucken, „ein Mann von Geist soll sich nie wiederholen.“

„Wie handelst du an mir!“ brach ich los, „wie nennst du das?“

„Ich könnte dich züchtigen,“ entgegnete sie höhnisch, „aber ich ziehe vor, dir diesmal statt mit Peitschenhieben mit Gründen zu antworten. Du hast kein Recht, mich anzuklagen, war ich nicht jederzeit ehrlich gegen dich? Habe ich dich nicht mehr als einmal gewarnt? Habe ich dich nicht herzlich, ja leidenschaftlich geliebt und habe ich dir etwa verheimlicht, daß es gefährlich ist, sich mir hinzugeben, sich vor mir zu erniedrigen, daß ich beherrscht sein will? Du aber wolltest mein Spielzeug sein, mein Sklave! Du fandest den höchsten Genuß darin, den Fuß, die Peitsche eines übermütigen, grausamen Weibes zu fühlen. Was willst du also jetzt?