„Ich hätte mir fast das Leben genommen um deinetwillen.“

„Wirklich?“ rief sie, „ach! ich zittere noch bei dem Gedanken, daß du schon im Arno warst —“

„Du aber hast mich errettet,“ entgegnete ich zärtlich, „du schwebtest über den Gewässern und lächeltest, und dein Lächeln rief mich zurück ins Leben.“

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Es ist ein seltsames Gefühl, das ich habe, wie ich sie jetzt in meinen Armen halte, und sie ruht stumm an meiner Brust und läßt sich von mir küssen und lächelt; mir ist es, als wäre ich plötzlich aus Fieberphantasien erwacht, oder ein Schiffbrüchiger, der tagelang mit den Wogen gekämpft hat, die ihn jeden Augenblick zu verschlingen drohten, und endlich an das Land geworfen wurde.

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„Ich hasse dieses Florenz, wo du so unglücklich warst,“ sprach sie, als ich ihr gute Nacht sagte, „ich will sofort abreisen, morgen schon, du wirst die Güte haben, einige Briefe für mich zu schreiben, und während du damit beschäftigt bist, fahre ich in die Stadt und mache meine Abschiedsbesuche. Ist’s dir so recht?“

„Gewiß, mein liebes, gutes, schönes Weib.“

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Sie klopfte früh am Morgen an meine Türe und fragte, wie ich geschlafen. Ihre Liebenswürdigkeit ist wahrhaft entzückend, ich hätte nie gedacht, daß ihr die Sanftmut so gut läßt.