„Ich fürchte, ich habe mein Ideal bereits gefunden!“ rief ich, und preßte mein glühendes Antlitz in ihren Schoß.

„Doch nicht in mir?“ rief Wanda, warf den Pelz ab und sprang lachend im Zimmer herum; sie lachte noch, als ich die Treppe hinabstieg, und als ich nachdenkend im Hofe stand, hörte ich noch oben ihr mutwilliges ausgelassenes Gelächter.

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„Soll ich Ihnen also Ihr Ideal verkörpern?“ sprach Wanda schelmisch, als wir uns heute im Parke trafen.

Anfangs fand ich keine Antwort. In mir kämpften die widersprechendsten Empfindungen. Sie ließ sich indes auf eine der steinernen Bänke nieder und spielte mit einer Blume.

„Nun — soll ich?“

Ich kniete nieder und faßte ihre Hände.

„Ich bitte Sie noch einmal, werden Sie meine Frau, mein treues, ehrliches Weib; können Sie das nicht, dann seien Sie mein Ideal, aber dann ganz, ohne Rückhalt, ohne Milderung.“

„Sie wissen, daß ich in einem Jahre Ihnen meine Hand reichen will, wenn Sie der Mann sind, den ich suche,“ entgegnete Wanda sehr ernst, „aber ich glaube, Sie würden mir dankbarer sein, wenn ich Ihnen Ihre Phantasie verwirkliche. Nun, was ziehen Sie vor?“

„Ich glaube, daß alles das, was mir in meiner Einbildung vorschwebt, in Ihrer Natur liegt.“