„Aber Severin —“
„Es ist doch so,“ sprach ich, „und eben deshalb —“
„Deshalb möchtest du —“ sie lächelte schelmisch — „hab’ ich es erraten?“
„Dein Sklave sein!“ rief ich, „dein willenloses, unbeschränktes Eigentum, mit dem du nach Belieben schalten kannst, und das dir daher nie zur Last werden kann. Ich möchte, während du das Leben in vollen Zügen schlürfst, in üppigem Luxus gebettet das heitere Glück, die Liebe des Olymps genießest, dir dienen, dir die Schuhe an- und ausziehen.“
„Eigentlich hast du nicht so unrecht,“ erwiderte Wanda, „denn nur als mein Sklave könntest du es ertragen, daß ich andere liebe, und dann, die Freiheit des Genusses der antiken Welt ist nicht denkbar ohne Sklaverei. O! es muß ein Gefühl von Gottähnlichkeit geben, wenn man Menschen vor sich knien, zittern sieht. Ich will Sklaven haben, hörst du, Severin?“
„Bin ich nicht dein Sklave?“
„Hör’ mich also,“ sprach Wanda aufgeregt, meine Hand fassend, „ich will dein sein, so lange ich dich liebe.“
„Einen Monat?“
„Vielleicht auch zwei.“
„Und dann?“