Während der Inspizient verzweifelt auf dem Gange hin und her lief, voll Befürchtung, die Sängerin möchte im nächsten Auftritt versagen, wenn sie sich während der Vorstellung einem Gelage hingab, soupierte Happy Head-Divina mit ihrem Freunde.

Sie selbst nippte nur von dem Sekt, während sie John Crofton immer von neuem einschenkte. Und der trank. In ihm war ein glühendes Feuer, das er löschen mußte. Und so goß er ein Glas nach dem andern hinunter und bemerkte nicht, wie seine schöne Freundin plötzlich aus einem kleinen Fläschchen einige Tropfen in sein Glas gleiten ließ. —

„Wie steht es denn eigentlich mit dem Friedensschluß?“ fragte sie plötzlich scheinbar gleichgültig, eine Zigarette anzündend; der Rauch ringelte sich zur Decke empor.

John Crofton, seiner Stimme kaum mehr mächtig, entgegnete:

„Der Friede steht bevor, kleine Katze! Die Franzosen werden allerdings übel abschneiden. Ja, wenn sie wüßten, daß Deutschland von Amerika vollständig im Stich gelassen wird! Wenn sie wüßten, daß Deutschland finanziell und ökonomisch durch diesen Krieg vollständig ruiniert ist, so würden sie allerdings kaum die Bedingungen eingehen, die man ihnen gemacht hat!“

„Die Sache steht also für Frankreich weit besser, als man annimmt?“ entgegnete Happy Head-Divina hastig, indem sie ihrem Freunde von neuem das Sektglas füllte. Der Inhalt sah diesmal etwas trüber aus als sonst. —

„So ist es! Auch Englands Chancen sind weit größer, als die Briten annehmen!“

„Und du kennst bereits alle näheren Pläne?“

Er lachte.

„Ich habe die Entwürfe in meiner Tasche, göttliche Happy! Sprach ich doch erst heute in langer Audienz mit dem deutschen Minister des Auswärtigen! Ja, wenn man es so nimmt — das Schicksal Frankreichs liegt