Sein Auge fiel auf Dr. Diabel.

„Wo bin ich? Was ist geschehen?“ fragte er hastig, indem er sich aufrichtete. Dr. Diabel mußte ihn aber halten, sonst wäre er zu Boden gestürzt.

„Sie leiden an Schwindelanfällen, mein Freund,“ meinte der Arzt. „Ich wurde eben gerufen, denn Sie sind in der Garderobe unserer göttlichen Happy bewußtlos zusammengestürzt!“

Bei diesen Worten kehrte John Crofton die Erinnerung zurück. Er begriff, was geschehen war, glättete seinen Frack und reichte Dr. Diabel die Hand.

„Ich danke Ihnen!“ flüsterte er. „Ich werde mich bei Miß Head-Divina noch persönlich entschuldigen.“

Und er eilte hinaus in die Loge seines Freundes Romulus Futurus, dem er in wenigen Worten sein Abenteuer erzählte, um sich wegen seines langen Ausbleibens zu entschuldigen.

Gleichzeitig fiel der große Vorhang auf der Bühne, denn die Oper war zu Ende.

Romulus Futurus hatte kein Wort auf die Erzählung seines Freundes erwidert. Als sie in seiner Wohnung angelangt waren und Frau Fabia sich zurückgezogen, sagte der Kultusminister:

„Sieh einmal nach, John, ob du den Entwurf der Alliance-Pläne noch in deiner Tasche hast!“

John Crofton erbleichte. Ja, er zitterte wie Espenlaub im Winde, so furchtbar hatte ihn die Möglichkeit getroffen, die Romulus Futurus andeutete. Hing doch nicht nur seine Stellung und seine Zukunft, sondern sogar seine Freiheit von diesem Schriftstück ab. Die amerikanischen Zeitungen pflegten kurzen Prozeß mit ihren auswärtigen Vertretern zu machen, wenn diese sich ein Vergehen zuschulden kommen ließen. Sie wurden ganz einfach entlassen und nie wieder eingestellt; da sämtliche Zeitungen Amerikas einen großen Ring bildeten und eigentlich nur mehr ein Trust waren, so konnte der betreffende Journalist nie wieder hoffen, in irgend einem amerikanischen Blatte Unterschlupf zu finden.