Die Regierung aber pflegte Leute, die ihre Interessen im Auslande nicht genügend gewahrt hatten, obendrein noch auf einige Jahre ins Gefängnis zu schicken. Wenn nun John Crofton gar das wichtigste Dokument, das einem Vertreter seit Jahrzehnten anvertraut gewesen war, preisgegeben hatte,
so wäre sein Schicksal wahrlich ein wenig beneidenswertes gewesen.
Darum war er so furchtbar erschrocken und kramte nun fieberhaft in allen Taschen. Sein Gesicht überzog eine wächserne Farbe.
Romulus Futurus hatte die Brauen in die Höhe gezogen und sah ihm schweigend zu.
„Du bist sicher, John, daß du den Entwurf bei dir gehabt hast, nicht wahr?“
„Aber ja! Ganz gewiß! Ich habe mit dir doch noch in der Loge davon gesprochen!“
„So hat man ihn dir gestohlen, wie ich sofort vermutet habe! Ich kenne deine Natur, John! Dein plötzliches Unwohlsein ist verdächtig!“
Nun fielen auch John Crofton alle Einzelheiten mit klarer Deutlichkeit wieder ein und der Verdacht, daß er das Opfer eines schändlichen Komplotts geworden sei, stieg in ihm auf. Er erinnerte sich, daß Dr. Diabel der letzte war, der ihn untersucht hatte. Rasend vor Wut, ergriff er Hut und Mantel und beschloß, sofort zu ihm zu eilen und ihn zur Rechenschaft zu ziehen.
Aber Romulus Futurus hielt ihn zurück.
„Das ist eine öffentliche Angelegenheit, mein Freund!“ sagte er ruhig. „Ich werde Dr. Diabel verhaften lassen!“