„Sind Sie wahnsinnig? Ich mag Sie nicht! Ich hasse Sie!“
Peter Cornelius taumelte zurück, während um ihn und die Sängerin wieder die ersten Flintenschüsse krachten.
„Sie lieben mich nicht? Sie hassen mich? Aber ich liebe Sie! Und eher werde ich Sie töten, ehe ich erlaube, daß Sie einem andern angehören!“
„Sie sind ein Narr!“ entgegnete die Sängerin nun ernstlich böse, indem sie sich mit unruhigen Augen umsah; denn eben stürzte neben ihr ein Revolutionär zu Tode getroffen nieder und krampfte die Hände im letzten Todeszucken.
„Sie sind ein Narr, Peter Cornelius! Führen Sie mich sofort hinweg!“
Er lachte
„Es gibt keinen Ausweg mehr, und wenn Sie etwas retten kann, so ist es nur meine Liebe!“
Damit hielt er sie mit dem linken Arm fest und schoß mit dem rechten das Gewehr auf einen Soldaten ab, dessen Helm über der Spitze der Barrikade sichtbar wurde.
Die Sängerin, erschreckt über die Leidenschaft des Studenten, riß sich los und kletterte mit außerordentlicher Leichtigkeit und Behendigkeit über die Trümmer der Barrikade, entschlossen, zu den Soldaten hinabzuspringen und dort Hilfe zu suchen.
Sekundenlang sah ihr Peter Cornelius nach. Seine