Unter der großen Menge hatten sich auch Romulus Futurus, seine Gattin Fabia und sein Freund John Crofton befunden. Es gab keinen Unterschied mehr zwischen den Menschen. Die Karossen und elektrischen Equipagen lagen zertrümmert und verbrannt in den Gassen. Die Luftschiffe, welche zuerst versucht hatten, das Geheimnis des roten Kometen zu ergründen, waren auch zunächst von der furchtbaren Hitze ergriffen worden. Die Glut hatte die Gashüllen gesprengt und in Flammen gesetzt. Die Aluminiumgerippe waren zerbrochen wie Glas und Tausende von großen Schiffen waren wie Sternschnuppen niedergefahren, brennende, leuchtende Klumpen, von denen sich Stoff-Fetzen und tote Menschenleiber ablösten.
Die drei gingen durch die Wilhelmstraße. Dort, wo in früheren Jahren das Kultusministerium gestanden, erhob sich jetzt ein großes, prachtvolles Palais, das mit vielen anderen Häusern den Gefahren
bis dahin entgangen war. Die großen Tektonwände, in die es eingefaßt war, hatten den umherfliegenden Feuerfunken widerstanden.
Zwar waren alle Fenster gesprungen, aber nichts deutete darauf hin, daß die Bewohner von dem gleichen panischen Schrecken ergriffen worden waren wie alle anderen Menschen.
Oder stand das Haus leer?
Frau Fabia, die der furchtbaren Verwüstung in den Straßen und der grenzenlosen Katastrophe bis jetzt mit größtem Seelengleichmut begegnet war, während John Crofton mehr tot als lebendig neben dem finsteren Romulus Futurus herwankte, wurde plötzlich von einer seltsamen Unruhe ergriffen, als sie dieses Haus erblickte, in dessen Nähe sie bis jetzt noch nie gekommen war.
Sie klammerte sich mit beiden Armen an ihren Gatten und stieß hastig hervor:
„Was ist das, Romulus? Was ist das für ein Haus?“
Romulus Futurus ließ seinen Blick über das Gebäude gleiten.
„Es ist der Palast der Fürstin Angelika,“ erwiderte er gleichmütig und wollte seinen Weg fortsetzen. Aber Frau Fabia hielt ihn zurück.