Dort oben stand Doktor Diabel und sah hohnlachend herab. Sein Gesicht hatte wahrhaftig die Fratze eines Teufels angenommen.
Die Welt und ihre Interessen hatten sich in den Stunden so geändert, daß John Crofton längst nicht mehr an sein Dokument dachte. Und Romulus Futurus wunderte sich nicht, den Gefangenen hier zu sehen, denn es war ja bekannt, daß die Revolutionäre alle Gefängnisse gestürmt hatten.
Obwohl das alles nur um Stunden zurücklag, schien
es doch jedem, als ob Jahre, dazwischen liegen müßten. So furchtbar waren die letzten Erlebnisse.
Plötzlich erfüllte ein furchtbarer Donnerschlag die Luft. Der Himmel glühte, ein Regen von feurigem Dampf und siedendem Wasser spritzte vom Firmament auf die Erde nieder, und die Atmosphäre war förmlich geschwängert von Glut.
Es war unmöglich, sich noch länger auf der Straße zu halten, und Romulus Futurus, seine Gattin Fabia und John Crofton flüchteten sich in den Palast der Fürstin Angelika, der ihnen am nächsten lag, um dem Glutregen zu entkommen.
Große Lufthydranten füllten den Palast der Fürstin Angelika mit Sauerstoff. Romulus Futurus und John Crofton wollten sich im Vestibül aufhalten, aber Frau Fabia drängte auf die Treppe zu.
„Was willst du?“ fragte ihr Gatte zornig. „Sollen wir uns aus dem Hause weisen lassen? Willst du die Fürstin beleidigen?“
Aber Frau Fabia schien plötzlich den Verstand verloren zu haben.
„Von welcher Fürstin sprichst du?“ fragte sie mit irren, lohenden Blicken.