„Tom,“ bat der Squire, „sag, daß du mir vergibst, ja?“
„Wäre das respektvoll, wenn ich das zu Ihnen sagte, Squire?“ war die Antwort. „Immerhin, so sei es, Amen!“
Nach einer kurzen Stille sagte er, er dächte, daß vielleicht jemand ein Gebet lesen könnte. „Es ist so Sitte, Herr“, fügte er wie entschuldigend hinzu und ohne noch ein Wort zu sagen verschied er.
Inzwischen hatte der Kapitän, der mir schon vorher um den Brustkorb und die Taschen herum merkwürdig geschwollen vorgekommen war, eine große Menge verschiedener Vorräte ausgepackt — die englische Flagge, eine Bibel, eine Rolle starken Bindfadens, Feder, Tinte, das Logbuch und eine Menge Tabak. Innerhalb der Umzäunung hatte er einen ziemlich langen, gefällten Stamm gefunden und mit Hilfe Hunters befestigte er ihn im Winkel des Loghauses, wo die Balken sich im Eck kreuzten. Und dann kletterte er aufs Dach und hißte mit eigener Hand die englische Flagge.
Das schien ihm starken Trost zu gewähren. Er trat wieder in das Blockhaus ein und ging daran die Vorräte zu zählen, als ob nichts anderes existiere. Aber er hatte den toten Tom nicht vergessen und sobald alles vorüber war kam er mit einer zweiten Flagge und breitete sie ehrerbietig über den Leichnam.
„Nehmt es Euch nicht zu sehr zu Herzen, Herr,“ sagte er, dem Squire die Hand schüttelnd, „ihm gehts gut. Was kann einem Mann im Jenseits geschehen, der für seine Pflicht gegen Kapitän und Schiffsherrn gefallen ist? Das mag keine richtige Theologie sein, aber es ist eine Tatsache.“
Dann nahm er mich beiseite.
„Dr. Livesay, in wieviel Wochen erwarten Sie und der Squire das Hilfsschiff?“
Ich sagte ihm, daß dies nicht eine Frage von Wochen, sondern von Monaten sei und daß erst wenn wir Ende August nicht zurück wären, Blandly um uns zu schicken versprochen hatte, aber nicht früher und nicht später.
„Ihr könnt Euch das selbst berechnen“, sagte ich.