„Sie wollen also dem Postscheckverkehr beitreten?“ fragte er. „Es ist meine Pflicht, Ihnen vorher die Folgen Ihres Schrittes klarzumachen. Wissen Sie auch, daß Sie dann keine Postanweisung, überhaupt kein bares Geld mehr in die Hand bekommen? Man wird die Beträge unmittelbar Ihrem Konto gutschreiben. Paßt Ihnen das?“
„Gewiß,“ sprach ich – völlig ruhig – wie ichs immer bin, auch wenn ich noch so hohen Herren gegenüberstehe.
„Dann fertigen Sie hier die Vollmacht aus!“
Ich tat es. Er betrachtete wohlwollend die Unterschrift und sagte:
„Ah, der bekannte Operndirektor. Ich habe Ihre Werke wiederholt erwähnen hören. ‚Die lustige Witwe‘ und so. Sagen Sie: wie fallen Ihnen die vielen Melodien ein? – Na, Sie wollen also dem Scheckverkehr... Gut, Sie können versichert sein: die Regierung wird Ihre Bitte wohlwollend in Erwägung ziehen. Guten Tag!“
Ich war entlassen.
Als ich vierzehn Tage nichts hörte, fragte ich auf dem Postamt: ob es nicht möglich wäre, jene dreihundert Mark einzuzahlen, die ich, zum Leidwesen meiner Mutter, immernoch mit mir herumtrug.
Man sagte mir:
„Nein, einzahlen können Sie nicht. Denn Sie haben noch kein Konto und keine Nummer.“