Das Diner über lachte Madame uns immerzu an. Ich behauptete: mich. Niki behauptete: ihn. Niki meinte, wir müßten jetzt aus Repräsentationsgründen Sekt trinken. Sekt bei Tage macht sich sehr gut.

Der Kellner fragte: „’tschujding, Herr Baron – auf welche Rechnung därf ich es notieren?“ Und guckte uns beide an.

Niki fixierte ihn. „Entweder Sie sind Demagog, oder Sie sind Kellner. Ich ziehe lautlose Bedienung vor.“

Der Kellner entmaterialisierte sich. Niki aber war ungehalten und verdächtigte mich, ich hätte meine Wochenrechnung bezahlt, um Eindruck beim Hotelpersonal zu schinden. „Traurige Freundschaft,“ sagte er, „die Raum für so kleinlichen Ehrgeiz läßt.“

Wie unbegründet der Vorwurf war, erwies sich sofort: als wir auf unsre Bude kamen, lagen Duplikate unsrer Wochenrechnungen auf dem Tisch, das Wort ‚Duplikat‘ war zweimal unterstrichen.

„Niki, die Leute gehen scharf ins Zeug.“

„Sei unbesorgt. Mein Schwager ist ein wenig langsam im Geldanweisen. Aber endlich schickt er doch.“

„Wenn er aber nicht schickt...?“

„Wenn –! Wenn –! Damit jagt man keinen Hund vom Ofen. Er wird schicken.“