Sie sah ihm ins Gesicht. „Es ist nicht wahr!“
„Aber ich sage dir doch ...“
„Es ist nicht wahr ... sage mir doch die Wahrheit ... Man hat dich geschlagen ...?“
Er antwortete nicht.
„Sie haben dich geschlagen!... Ah, diese wilden Tiere.... Du armer Mann! Sie haben dich geschlagen! Dich, der du so gut bist, dich, der in seinem ganzen Leben niemandem Böses getan hat.... Ah, das ist doch zu viel Gemeinheit....“
Sie umarmte ihn schluchzend.
„Du gute Frau“, sagte er sehr gerührt, „das ist doch nicht so wichtig. Und dann, ich mache dich ja schmutzig, du darfst mich jetzt nicht anrühren.“
„Das macht nichts“, sagte sie, „ich habe zu viel auf dem Herzen! Verzeihe mir!“
„Was soll ich dir denn verzeihen, ... was redest du denn da?“
„Auch ich bin schlecht gegen dich gewesen. Ich habe dich nicht verstanden ... (ich werde dich ja nie verstehen), aber ich weiß doch gut, daß, was immer du tust, du nichts als das Rechte willst. Ich hätte dich verteidigen sollen und habe es nicht getan, ich war dir böse über deine Dummheit (und bin doch selbst die Dumme), ich war dir böse, daß du uns mit allen andern auseinandergebracht hast.... Aber jetzt ... nein, das ist wirklich zu gemein.... Menschen, die nicht würdig sind, deine Schuhriemen zu lösen, ... und sie haben dich geschlagen! Laß mich doch dein armes beschmutztes Gesicht küssen!“