„Mein Freund“, sagte Clerambault, „heute riskiert die ganze Welt sehr viel.“
„Aber es muß doch wenigstens ein Nutzen bei so etwas sein; warum wollen Sie ihnen eine Gefälligkeit erweisen und sich in den Rachen des Löwen wagen?“
„Nun, ich glaube wiederum, daß das uns im Gegenteil sehr nützlich sein kann“, sagte Clerambault, „und daß, was immer auch geschieht, der Löwe das Nachsehen haben wird. Ich möchte auch das auseinandersetzen.... Sie verbreiten ja nur unsere Ideen, denn die Gewalttätigkeit heiligt immer die Sache, die sie verfolgt. Sie wollen Schrecken verbreiten, und sie werden auch Schrecken verbreiten ... aber bei den Ihren ..., bei denen, die noch zögern und verängstigt sind. Lassen wir sie nur ungerecht sein, es geht auf ihre Kosten ...“
Er schien zu vergessen, daß es auch auf die Kosten der Seinen ging.
Als sie aber sahen, daß er entschlossen war, wuchs mit ihrer Unruhe auch ihr Respekt und sie erklärten:
„In diesem Falle aber kommen wir mit unseren Freunden, um Sie zu begleiten.“
„Nein, nein, was ist das für ein törichter Einfall! Ihr wollt mich doch nicht lächerlich machen ... und schließlich, ich bin ja doch sicher, daß nichts geschehen wird!“
Ihr Drängen blieb ohne jeden Erfolg.
„Mich werden Sie jedenfalls nicht verhindern können, zu kommen“, sagte Moreau, „ich habe einen ebenso harten Kopf wie Sie. Lieber will ich die ganze Nacht auf der Bank gegenüber der Tür verbringen, als Sie zu verfehlen und allein zu lassen.“
„Gehen Sie nur heim in Ihr Bett“, sagte Clerambault, „und schlafen Sie ruhig. Wenn Sie unbedingt wollen, so kommen Sie eben morgen früh, aber Sie werden Ihre Zeit verlieren. Es wird nichts geschehen. Auf jeden Fall: umarmen wir uns.“