Er schloß die Augen und blieb unbeweglich. Clerambault, über ihn gebeugt, suchte zu sehen, was diese Augen unter ihren geschlossenen Lidern in sich erblickten.
Mondlose Nacht. Eisige Luft. Aus der Tiefe des gehöhlten Grabens sieht man den kalten Himmel und die starren Sterne. Geschosse schlagen in dem harten Boden auf. Im Schützengraben zusammengeknäuelt, die Knie unter dem Kinn, rauchen Maxime und sein Gefährte Seite an Seite. Der Kleine war eben an diesem Tage von Paris zurückgekommen.
Er war bedrückt und gab auf Fragen keine Antwort, er verschloß sich in einem bösen Schweigen. Der andere hatte ihn den ganzen Nachmittag mit Absicht allein gelassen, damit er mit seiner Qual fertig werde; aus dem Augenwinkel heraus beobachtete er ihn, und als er dann im Dunkeln den Augenblick gekommen sah, näherte er sich ihm. Er wußte, der Kleine würde jetzt von selbst mit ihm sprechen. Der Anschlag einer Kugel, die über ihre Köpfe fuhr, ließ eine vereiste Scholle Erde sich loslösen.
„Heda, du Totenvogel“, sagte der andere, „du hast es eilig.“
„Wenn es nur schon vorüber wäre“, sagte Maxime, „sie wollen es ja alle.“
„Was, um den Boches eine Freude zu machen, ließest du dich umbringen? Du bist wirklich ein guter Kerl.“
„Es sind nicht nur die Boches allein, alle schaufeln sie zusammen an unserem Grab...“
„Wer denn?“
„Alle! Die von dort hinten, von wo ich komme, die von Paris, die Freunde, die Verwandten, die Lebendigen, die vom anderen Ufer. Wir, wir sind ja schon tot.“